Krankheitssymptome

Trigeminusneuralgie
(Gesichtsneuralgie)

TRIGEMINUSNEURALGIE (GESICHTSNEURALGIE)

Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten

Die Trigeminusneuralgie ist die häufigste Form der Gesichtsneuralgie.

Frauen sind häufiger betroffen als Männer, meist handelt es sich um ältere Patienten.

Als Nervus Trigeminus wird beim Menschen der 5. Hirnnerv bezeichnet. Dieser versorgt sensibel und teilweise auch motorisch verschiedene Strukturen des Gesichtes und des Kopfes.

Der Nervus Trigeminus teilt sich in 3 Hauptäste :
1. Nervus Ophthalmicus (Augenast)
2 .Nervus Maxillaris  (Wangenast)
3. Nervus Mandibularis (Kieferast)

Als Trigeminusneuralgie bezeichnet man plötzliche, extrem starke, meist nur wenige Sekunden dauernde Schmerzattacken im Gesicht.

Diese Attacken können spontan auftreten oder werden durch verschiedene Bewegungen ” getriggert”, z. B. durch Kauen, Essen, Rasieren, Zähneputzen oder Sprechen.

Die Anfallshäufigkeit ist von Patient zu Patient unterschiedlich, sie reicht von ca. 1-2 mal pro Tag bis zu mehr als 100 Attacken täglich. Die Attacken werden extrem schmerzhaft, brennend und eher an der Oberfläche der Haut beschrieben.

Patienten mit einem sehr hohem Leidensdruck und vielen Attacken pro Tag beginnen oft auslösende Bewegungen zu vermeiden. So kann es zu starker Gewichtsabnahme, sozialem Rückzug und Depressionen kommen.

Am häufigsten ist der 2. Trigeminusast betroffen (Wangenast), meist einseitig. Nur in 3 Prozent der Fälle tritt der Schmerz beidseitig auf. Meist ist er von einem schmerzhaften Verziehen des Gesichtes begleitet (“Tic douloureux”). In vielen Fällen treten die Anfälle über einige Wochen verstärkt auf, danach können teilweise mehrere Monate ohne Schmerzattacken vergehen.

Man unterscheidet bei der Trigeminusneuralgie prinzipiell eine idiopathische und eine symptomatische Form.

Bei der weit häufigeren idiopathischen Trigeminusneuralgie sind die Ursachen  noch teilweise ungeklärt.  Sie betrifft vor allem Menschen ab dem 40. Lebensjahr, meist ist der Nervus Maxillaris betroffen. Bei einigen Patienten findet man eine einengende Gefäßschlinge, ausgehend von einer Kleinhirnarterie, die die Wurzel des Nervs berührt und dessen Wurzelhüllen beschädigt. Da nun eine Hauptursache bekannt ist, wird die idiopathische Trigeminusneuralgie in der Literatur auch als “typische” oder “klassische ” Trigeminusneuralgie bezeichnet.

Bei der symptomatischen Trigeminusneuralgie schädigt eine bestimmte Erkrankung die Nervenhüllen des Nervus Trigeminus, hier ist vor allem die Multiple Sklerose zu nennen, ebenfalls können Tumore oder Entzündungen an der Nervenwurzelaustrittsstelle die Symptome hervorrufen.

Bei dieser Form sind häufig jüngere Patienten betroffen und die Erkrankung tritt hier auch öfters  beidseitig und am 1. Trigeminusast auf (Nervus ophthalmicus).

Für die Diagnose wichtig sind ein ausführliches Erstgespräch und eine sorgfältige klinisch-neurologische Untersuchung. Bei der idiopathischen Form der Trigeminusneuralgie wird der neurologische Status unauffällig ausfallen, bei der symptomatischen Form können sich neurologische Ausfälle zeigen. Zusätzlich kann, vor allem bei jüngeren Patienten, eine bildgebende Diagnostik hilfreich sein um z.B. Tumore oder Multiple Sklerose ausschließen zu können.

Bei der Therapie wird der Patient mit verschiedenen antiepileptischen Medikamenten behandelt.  Einige davon zeigen hohe Ansprechraten. Diese werden zuerst in geringer Dosis gegeben und diese wird dann langsam gesteigert.

Zusätzlich werden bestimmte Antidepressiva verschrieben, diese heben die Schmerzschwelle an und helfen, sich von den Schmerzen zu distanzieren.

In wenigen Fällen, wo die rein medikamentöse Therapie nicht ausreichend wirksam ist, kann auch ein neurochirurgischer Eingriff hilfreich sein. Hier gibt es verschiedene Techniken , z.B. Freilegung und Polsterung der Nervenwurzel, die Injektion von anästhesierenden Substanzen oder die Thermokoagulation.
Zusätzlich kann Osteopathie und Cranio-Sacral-Osteopathie hilfreich sein.

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