Therapie bei chronischen Schmerzen
Komplexe Herausforderung
Chronischer Schmerz erfordert eine ganzheitliche Behandlung, die alle relevanten Aspekte berücksichtigt.
Ganzheitliche Therapie
Vielseitige Ansätze sind entscheidend für die erfolgreiche Therapie von chronischem Schmerz.
Chronischer Schmerz – was tun?
Von chronischem Schmerz wird ab einer Schmerzdauer von etwa 6 Monaten gesprochen. Hier hat der Schmerz seinen Signal-und Warncharakter verloren- der Schmerz selbst ist die eigentliche Krankheit.
Der häufigste chronische Schmerz entsteht im Bewegungsapparat, vor allem auf Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen z.B. die chronische Polyarthritis.
Sehr häufig sind auch Bandscheibenschäden oder degenerative Knochen- und Muskelerkrankungen Ursache für chronische Schmerzen.
Weiters gibt es z.B. chronische Kopfschmerzformen, Neuralgien oder Polyneuropathien.
Die Ursachen für die Chronifizierung von Schmerzen sind komplex und vielfältig: Oft werden akute Schmerzen nicht ausreichend und fachgerecht behandelt, bereits nach einigen Wochen gibt es die ersten Hinweise auf die Ausbildung eines “Schmerzgedächtnisses”. Nervenbahnen im Gehirn, Rückenmark und und im peripheren Nervensystem werden modifiziert, die Schmerzschwelle im Gehirn sinkt und die Schmerzleitung wird verstärkt.
Oft sind auch verschiedene Rezeptoren und Botenstoffe im Gehirn verändert und reagieren auf Schmerzreize intensiver als bei gesunden, schmerzfreien Patienten. Sehr wichtig sind vor allem psychische und seelische Einflüsse für die Entstehung und den Verlauf von chronischen Schmerzen.
Chronischer Schmerz erzeugt Angst und Unsicherheit – es kommt zur inneren Anspannung bei der wir automatisch auch unsere Muskulatur mit anspannen – es entstehen neue Verspannungen und damit weitere Schmerzen – ein Teufelskreis entsteht. Viele Schmerzpatienten ziehen sich zurück, sie fühlen sich allein gelassen, es kommt zu Depression und zu sozialem Rückzug. Durch die Depression verstärken sich die Symptome der Schmerzkrankheit, oft kommt es zu Schlafstörungen und Erschöpfung.
Auswirkungen auf Körper, Psyche und soziales Leben
Durch die Schmerzen kommt es zur Schonhaltung – es entstehen Muskelverkürzungen und Muskelverhärtungen, Gelenke und Wirbelsäule werden fehlbelastet. Durch die Schlafstörungen kommt es zu mangelnder Erholung von Geist und Körper, es kommt zu Müdigkeit und zu Konzentrationsstörungen. Wichtig ist hier der Begriff “bio-psycho-soziales Modell”. Damit werden die Wechselwirkungen zwischen Körper, Psyche und sozialem Leben erklärt. Jede Veränderung in der Psyche hat auch Auswirkungen auf den Körper und auf die eigene Umgebung. Genauso haben Erkrankungen des Körpers Effekte auf die anderen beiden Komponenten.
Viele Patienten berichten über Probleme in ihrer Partnerschaft:
Sie fühlen sich vom Partner abhängig, wollen ihm/ihr nicht “zur Last fallen”. Die Sexualität wird durch die chronischen Schmerzen und die Depression natürlich oft negativ beeinflusst.
Ebenfalls sind Belastungsfähigkeit und Arbeitsfähigkeit oft reduziert, es kommt zu begründeten längeren Krankenständen. Furcht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes oder die Beeinträchtigung der beruflichen Karriere haben natürlich wieder negative Auswirkungen auf die Psyche und damit können sie wieder indirekt Schmerzen verstärken.
Die meisten Schmerzpatienten ziehen sich sozial zurück, der Freundeskreis wird kleiner und Freizeitaktivitäten nehmen ab.
Der chronische Schmerz ist eine komplexe Erkrankung, eine genaue und ausführliche Schmerzanamnese ist hier der erste Schritt der Therapie.
Schmerzanamnese
Es wird genau besprochen wann die Schmerzen auftreten , wodurch sie ausgelöst oder verstärkt oder auch gelindert werden.
Wichtig ist auch die Art des Schmerzes , der sog. “Schmerzcharakter “, z.B. brennend, pulsierend, bohrend, stechend…
Ist der Schmerz genau lokalisierbar, strahlt er aus, tritt er immer an der selben Stelle auf?
Welche Medikamente wurden bereits eingenommen, haben diese geholfen?
Sind unangenehme Nebenwirkungen aufgetreten?
Welche Therapien sind schon angewendet worden, gibt es „Hausmittel“, die Wirkung gezeigt haben?
In unserem Schmerztherapie Zentrum nehmen wir uns für die Schmerzanamnese mit unseren Patienten viel Zeit – sie ist der Ausgangspunkt für die spätere Therapie.
Chronische Schmerzen – Therapien
Hier ist vor allem ein multimodales Konzept wichtig. Alle drei Komponenten des bio-psycho-sozialen Modelles müssen mit einbezogen werden.
Medikamentöse Therapie
1. Analgetika
Hier finden vor allem retradierte Morphine Anwendung. Sie sind potent in ihrer analgetischen Wirkung und sind nicht toxisch für die Organe.
Bei guter Einstellung und Kontrolle der Dosis ist die Entwicklung einer Abhängigkeit nicht zu befürchten.
Weiters werden verschiedene Antiepileptika verwendet.
Sie wirken besonders gut bei brennenden, neuropathischen Schmerzen.
2. Antidepressiva
Verschiedene Antidepressiva werden, auch bei nicht- depressiven Patienten, als sog. Co-Analgetika eingesetzt. Sie wirken hier vor allem schmerz-distanzierend, der Schmerz wird nicht mehr so intensiv wahrgenommen und sie erhöhen die Schmerzschwelle. Weiters wirken sie -je nach Substanz- aktivierend oder schlaffördernd. Bei Patienten mit schmerz-und depressionsbedingten Schlafstörungen eignet sich hier z.B. Amitryptilin, bei sehr zurückgezogenen Schmerzpatienten eher das aktivierende Duloxetin.
3. Adjuvans
Darunter versteht man zusätzliche Wirkstoffe wie Magnesium oder Vitamine, Muskelrelaxantien oder Beruhigungsmittel. Letztere
sollten nur kurzfristig verabreicht werden.
Bewegung und Physiotherapie bei chronischen Schmerzen
Wichtig ist die Motivation des Patienten zu leichtem Sport und Bewegung. Diese wirkt entspannend und gleichzeitig positiv aktivierend. Die Muskulatur wird trainiert, milde sportliche Betätigung wirkt außerdem wissenschaftlich gesichert gegen leichte Depressionen.
In unserem Schmerztherapie Zentrum kann regelmäßig mit unserer Physiotherapeutin trainiert werden, hier werden Verspannungen gelockert, Muskelverkürzungen werden gedehnt und Fehlhaltungen korrigiert.
Massage und Entspannungstherapien
Verschiedene Massage- und Entspannungstechniken helfen direkt und indirekt über die Entspannung gegen Schmerzen.
Ebenfalls hilfreich und ausgleichend wirken Shiatsu und Klangschalentherapie.
Osteopathie und Cranio-Sacral-Therapie
Wirken ausgleichend und harmonisierend.
Fehlstellungen und Rhythmus Störungen können ausgeglichen werden.
Viele Patienten berichten von starker und nachhaltiger Entspannung. Diese hilft, die ständige innere und äußere Verspannung zu lösen.
Langjährige Erfahrung
Seit 1999 haben wir im STZ nur ein Ziel vor Augen: Schmerzfreiheit
Individuelle Behandlung
Wir erstellen ein Therapieprogramm speziell auf Sie zugeschnitten.
Höchste Zufriedenheit
Die Zufriedenheit unserer Patienten steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Einblick in unsere Ordination
Erhalten Sie einen ersten Eindruck in unsere modern ausgestattete Ordination, wo wir mit Fachkompetenz und Fürsorge Ihre Gesundheit im Fokus haben.
Stimmen unserer Patienten
Lesen Sie, was unsere Patienten über uns sagen. Unsere Hingabe und unser Engagement spiegeln sich in jeder Bewertung wider, da wir stets darauf bedacht sind, individuelle Behandlungen speziell auf Ihre Bedürfnisse zuzuschneiden.
Wir freuen uns auch über Ihre Bewertung!
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Häufige Fragen
Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen, wenn chronischer Schmerz auftritt. Diese Informationen sollen Ihnen helfen, mehr über unser Therapieangebot zu erfahren. Sollten dennoch Fragen offen sein, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.
Chronischer Schmerz tritt für mindestens sechs Monate auf und verliert dabei seinen ursprünglichen Warncharakter. Er kann verschiedene Ursachen haben, darunter Probleme im Bewegungsapparat wie Rücken- oder Gelenkschmerzen, aber auch Kopfschmerzen, Neuralgien oder Polyneuropathien.
Die Chronifizierung von Schmerzen ist oft das Ergebnis von unzureichend behandelten akuten Schmerzen. Ein "Schmerzgedächtnis" kann sich bilden, bei dem Nervenbahnen verändert werden und die Schmerzschwelle sinkt. Psychische Faktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf von chronischen Schmerzen.
Eine multimodale Therapie ist wichtig, die alle Aspekte des bio-psycho-sozialen Modells berücksichtigt. Dazu gehören medikamentöse Therapien wie Analgetika und Antidepressiva, aber auch Bewegung und Physiotherapie, Massage und Entspannungstherapien sowie osteopathische Ansätze.
Es ist wichtig, sich nicht zurückzuziehen, sondern aktiv zu bleiben und die Therapien konsequent durchzuführen. Eine ausführliche Schmerzanamnese ist der erste Schritt zur richtigen Behandlung. Die Unterstützung durch Fachkräfte und das soziale Umfeld kann helfen, mit den Herausforderungen des chronischen Schmerzes umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern.
Ihre Schmerzfreiheit und Ihre Gesundheit sind unser Leitgedanke und Ziel
Deshalb bedienen wir uns der breit gefächerten Möglichkeiten der Schulmedizin und der Alternativmedizin: von Osteopathie, Kraniosakraltherapie und Neuraltherapie, über Neurologie und Psychiatrie, Traumatherapie, Physiotherapie und Heilmassagen; bis hin zu Lymphmassage, Fußrefelexzonenmassage, Triggerpoint-Massage und Shiatsu sowie Energetische Therapien.
Ob jeweils alleine oder miteinander kombiniert, die Wirkungskräfte dieser Heilmethoden versetzen uns in die Lage, für Sie das optimale Therapieprogramm zu erstellen, weil es ganz speziell auf Ihr Leiden zugeschnitten wird.
Denn unser zweiter Grundsatz lautet:
Sie haben das Recht auf eine ganz auf Sie ausgerichtete Behandlung!