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Neurodermitis

genannt auch atopisches Ekzem oder endogenes Ekzem

Mit Neurodermitis (aus dem altgriechischen „neuron", Nerv, „derma", Haut, und „-itis", Entzündung) bezeichnet man eine nicht ansteckende, chronische, schubweise verlaufende Hauterkrankung. Sie ist in Industriestaaten weit verbreitet, Bis zu 20 % der Kinder (oft bereits im Säuglingsalter) und 1 bis 3 % der Erwachsenen sind betroffen, wobei die Erkrankungsrate seit mehreren massiv zunimmt.

Das typische Krankheitsbild besteht aus rötlichen, schuppenden, mitunter nässenden Ekzemen, einhergehend mit überempfindlicher Haut, die meist trocken und rissig erscheint, da sie mangelhaft Feuchtigkeit speichern kann und an einem Defizit an speziellen Hautfetten leidet.

Dadurch wird die natürliche Schutzfunktion der Haut vermindert, folglich ist sie vermehrt dem Befall von Bakterien oder Pilzen ausgesetzt, was die Beschwerden verschärft. Diese werden begleitet von einem meist nächtlichen, quälenden Juckreiz, wobei das ständige Kratzen die Hautirritationen wie in einem Teufelskreis zusätzlich verstärkt.

Schweregrand, Erscheinungsbild und betroffenen Stellen (grundsätzlich überall am Körper) sind sehr individuell und altersabhängig. Überdies tritt gehäuft starke seelische Belastung durch Schlafstörungen aufgrund des nächtlichen Juckreizes auf, aber auch durch das beeinträchtigte Aussehen. Sozialer Rückzug ist oft die Folge.

Früher glaubte man, Neurodermitis - wie die Wortherkunft verrät - beruhe auf einer Nervenentzündung. Derzeitigen Erkenntnissen nach sind die Ursachen multifaktoriell: Voraussetzung ist wohl eine genetische Veranlagung, da bei innerfamiliären Häufung der Fälle ein verdreifachtes Erkrankungsrisiko besteht.

Grundsätzlich verantwortlich ist ein gestörtes Immunsystem mit einer überschießenden Abwehrreaktion auf Allergen, also eigentlich harmlosen Umweltstoffen, was Hautentzündung und Juckreiz erzeugt. Es ist kein Zufall, dass ein Großteil der Betroffenen auch von Allergien geplagt ist.

Auslöser dieser immunologischen Fehlreaktionen sind neben klassische Allergene (wie Tierhaare, Blütenpollen, Schimmelpilze, Hausstaub), auch Nahrungsmittel (u.a. Milch, Eier, Fisch, Nüsse, Soja, Weizen, Gewürze), Hautkontakt mit Reinigungsmitteln und Textilien (Wolle, Synthetikstoffe), Infektionen, klimatische Faktoren (Heizungsluft, Temperaturschwankung, Kälte), Alkohol oder Zigarettenrauch. Dazu verstärkt psychische Stress die Symptome.

Die Therapie besteht grundsätzlich aus einer regelmäßigen, gezielten Hautpflege zur Feuchtigkeitsversorgung und Juckreizlinderung. Zusätzlich werden Medikamente wie Antihistaminika oder, in schweren Fälle, entzündungshemmende Präparate verabreicht.

 

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