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Hörsturz

Hörsturz ist eine plötzliche, meist einseitige Schwerhörigkeit oder sogar Ertaubung, die sämtliche Frequenzen oder nur bestimmte Frequenzbereiche erfasst. Typisch sind auch Ohrgeräuschen (Tinnitus), Schwindel und ein Druck- oder ein „Wattegefühl" im betroffenen Ohr.

Anders als bei offenkundigen Gehörtraumata, ist beim Hörsturz keine eindeutige Ursache erkennbar. Vieles deutet allgemein auf eine Durchblutungsstörung des Innenohrs hin, die zur schädigenden Unterversorgung der Haarzellen (der akustischen Sinneszellen) führen.

Als auslösende oder begünstigende Faktore gelten daher Beschwerden, die eine verminderte oder schwankende Blutversorgung verursachen wie Kreislaufstörungen, Herzerkrankungen (Herzinsuffizienz oder Angina pectoris), Arteriosklerose, Bluthochdruck; erhöhtes Cholesterin, Übergewicht, Diabetes, Nikotingenuss (da gefäßverengend) oder eine Fehlstellung der Halswirbelsäule, die für Minderdurchblutung sorgt.

Vermutet werden zudem: bestimmte Virusinfektionen (wie Mumps, Masern, Herpes), Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Ohrverletzungen, Akustikneurinom (gutartiger Tumoren, der auf den Hörnerv drückt). Auch das psychosomatische Erklärungsmodell mit Stressbelastung als Auslöser erscheint naheliegend.

Meist tritt binnen kurzer Zeit (von weniger Stunden bis zu zwei Wochen) eine spontane Verbesserung ein, doch oft nicht vollständig, und ohne frühzeitige medikamentöse Therapie (innerhalb der ersten Stunden, spätestens nach einer Woche) besteht erhörtes Risiko für Tinnitus, dauerhafte Hörminderung oder sogar Taubheit. Verabreicht werden durchblutungsfördernde Infusionen, sowie blutverdünnende bzw. gefäßerweiternde Medikamente. Bei möglicher Virusinfektion wird auch Kortison. 

siehe auch Tinnitus


Unsere Therapieangebote bei Hörsturz (und Tinnitus) 
 

Osteopathie

Wie für die Schulmedizin gilt auch für die Osteopathie bei Hörsturz wie Tinnitus, der Zeitfaktor als ausschlaggebend. Als unterstützende Therapie zu den herkömmlichen Behandlungen kann die Osteopathie große Wirkung entfalten, allerdings ist die Heilungsaussicht auf ein Zeitfenster von einem halben Jahr begrenzt. Danach wird sie zunehmend unwahrscheinlicher.

Aus osteopathischer Sicht gilt eine mangelhafte Durchblutung des Innenohrs als Hauptursache. Die Aufmerksamkeit des Osteopathen richtet sich daher auf die arterielle wie venöse Versorgung im Schädelbasisbereich, wobei speziell craniosacrale Techniken bei Diagnose und Behandlung eingesetzt werden. Das Ziel ist eine gesteigerte Blutzufuhr innerhalb der Kopfregion, insbesondere durch eine gesteigerte Beweglichkeit. Folglich werden in die Therapie auch Schädelnähte und die Hirnhaut einbezogen.

Zudem wirkt der Osteopath auf weitere Ursachen ein, wie Verspannungen der Nackenmuskulatur oder des Schläfenbeins und auf blockierte Halswir­bel. Auch möglichen Reizungen des Beinnervs und speziell des Eingeweidenervs werden in Betracht gezogen, denn über diese Bahnen überträgen sich Störungen im Bein- bzw. Bauchbereich bis zum Innenohr.

Da auch Stresszustände die Geräuschsstörungen auslösen oder verstärken können, wird auch das vegetative Nervensystem und die Kaumuskulatur der osteopathischen Behandlung unterzogen.

 

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